Sprachheilunterricht

Wachsen, reifen, wahrnehmen vollzieht sich nicht automatisch, sondern bedarf einer anregungsreichen Umgebung. Jede Förderung, die man dem Kind zukommen lässt, ist immer auch eine Sprachförderung!

Sprache und Sprechvermögen sind das Ergebnis des Zusammenspiels aller Sinne.

1. Die Aufgaben des Sprachheilunterrichts

Ich arbeite mit sprech- und sprachbeeinträchtigten Kindern an unserer Schule. Zu Schulbeginn werden alle Schulanfänger/innen in einem Sprachscreening überprüft. Ich erstelle einen Förderplan und betreue das betreffende Kind unter Berücksichtigung seiner Gesamtpersönlichkeit. Die Dauer hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Nach Bedarf und Möglichkeit arbeite ich interdisziplinär mit Expert/innen/en zusammen. Beratungsgespräche mit Eltern und Lehrpersonen sind unbedingt notwendig.

2. Die Bedeutung des Sprachheilunterrichts für die Kinder

Der Sprachheilunterricht hilft den Kindern beim Überwinden ihrer sprachlichen Schwierigkeiten. Er führt zu einer Verbesserung der eigenen Kommunikationsfähigkeit und unterstützt die Lernfähigkeit, den Schriftspracherwerb und damit die schulischen Leistungen.

3. Sprachheilunterricht bietet Abklärung, Beratung und Behandlung

Spracherwerb und Sprachentwicklung

  • Artikulationsstörungen (Dyslalien)
  • Wortschatzdefizite
  • Phonologisches Training
  • Störungen der Grammatik und der Syntax (Dysgrammatismus)
  • Sprachentwicklungsverzögerungen

Verbesserung des Sprachverständnisses

  • Störungen der Kommunikation auf Grund von auditiven Wahrnehmungsstörungen
  • Sprech- und Sprachstörungen auf Grund von Hörstörungen
  • Störungen der Mundmotorik (Myofunktion)
  • Näseln

4. Organisation

Sprachheilunterricht findet in der Schule statt. Die Kinder werden einzeln oder in kleinen Gruppen unterrichtsparallel oder nach dem regulären Unterricht einmal wöchentlich gezielt betreut. Eine Teilnahme der Eltern an den Therapiekursen ist jederzeit möglich und erwünscht, um sich über die Fortschritte des Kindes erkundigen zu können.

(Text: VOL Dipl.-Päd. Christiane Prohaska)